Gedicht

Gedicht, Kaffeehausgedanken

Eine Frau, die sich an mich schmiegt. Ich würde sie unter meine Flügel nehmen, meine Arme, die schwarze Flügel sind.

Cafés. Geborgte Wohnzimmer. Geborgte Freunde. Geborgte Parties.

Überall stoße ich an – die Welt: voller Ecken.

Ich schreibe um die Wette. Ich schreibe mich an mich heran.

Ich nehme die Worte und forme etwas wie aus Ton – und zerstöre sie wieder. Moor. Schlamm. Habe meine Blassheit wieder.

Wie, die an der Welt depressiv werden, finden einander? Und wenn es einer – mit ähnlicher Disposition – nicht wird, dann ist seine Gegenwart höchst begehrenswert.

Muse zu sein für unbekannte Freunde – ist das ein Beruf? Wo bist du, die meine Gedanken zu Worten formt?

Grantige Kellnerinnen. Super. Ich will auch einen Job, in dem ich grantig sein darf.

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