Was passiert, wenn ich rot anziehe

Diary, Kaffeehausgedanken
[August 2014]

Ich habe mich tatsächlich an die Farbkombination gewagt, die ich gestern abend vor dem innern Auge gesehen habe: rotes Strickpullöverchen zu pinker Hose und roter Lippenstift dazu sogar, seitlicher Zopf – sehr russisch fühle ich mich. Eigentlich sollte ich heute gesehen werden. Nicht schwarz, sondern Farbe, Farbe, Farbe, Farbexplosion. Die Martha Jungwirth: Irre, was da ausgestellt wurde! Dass sie diesen Skizzenblättern Wichtigkeit, Wert beimisst. Die Kontobücher. Aber ich fand das sehr interessant und erfrischend. Diätisch quasi. So völlig unbehelligt von Zeitgeistströmungen in der Kunst. So völlig nur ihrer eigenen inneren Gestik folgend. Wirklich kühn und interessant. Ein Tag, wo ich gesehen werden will – ein Tag, wo ich trotzdem im Keller (im Atelier) sein werde? Sich in ein neues Leben hineincollagieren. Statt in viele kleine Projekte zu zersprageln – mehr Vertrauen in das große Ganze! In den roten Forschungsfaden, den roten Inneren-Ausdrucks-Faden, der da ist und der sichtbar werden wird. Forschung rückwärts quasi.

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