Köpfchen voller Gedanken

Gekritzel, Notiz, Skizze

Köpfchen voller Gedanken

Ein Kollege nannte es „poetische Forschung“. Ich finde, Kunst ist auf jeden Fall Forschung. Ich sage auch: kreisrundes Schreiben, bzw kreisrunde Forschung. Darin ist das versuchte Ganzheitliche enthalten und aber auch meine Abneigung gegenüber dem Linearen: Es stimmt einfach nicht, es ist zu kurz gegriffen.

Aber ich finde den Begriff poetische Forschung sehr gelungen. Ich bin für mehr Poesie in der Forschung. Besonders in Forschung, die sich mit Ästhetik, Therapie, Kunst beschäftigt. Hell, no, bei jeglicher Art von Forschung. Nicht: Mehr Wissenschaft in die Kunst. Sondern: mehr Kunst in die Wissenschaft. Eine eigene Sprache finden anhand und entlang des untersuchten Gegenstandes. Poesie ist eine Art der Verknappung, der Symbolisierung. In einem Symbol ist ungleich mehr gespeichert, als es auf so kleinem Raum in so knapper Zeit mit Worten ausgedrückt werden könnte.

Dazu auch ein Zitat von Marlene Dumas (aus meinem Vortrag: Bildgenese – in der Kunsttherapie und in der Kunst – eine Gegenüberstellung anlässlich der 4. Fachtagung des Österreichischen Fachverbandes der Kunst- und Gestaltungstherapeuten:

„I would like my paintings to be like poems. Poems are like sentences that have taken their clothes off. The meaning of a poem is what its beat and rhythm do. How the words move on the page. Poetry is writing that breathes and makes jumps and leaves spaces open, so we can read between the lines.“ [Marlene Dumas: Sorte. Ausstellungskatalog, 2012, Silvana Editorale, Milano.]

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