Horoskop rückwärts

Diary, Foto
waagen[Wien, Arsenal, Impulstanz]
Hm, da will ich mir selber ein Horoskop schreiben (inspiriert von dem Motiv, das ich gestern fand, dieses Bild), denn das ist letztlich die einzig valide Herangehensweise an Horoskope – es sich selber zu schreiben. Im Sinne von Schreibtherapie, im Sinne von Vorfreude und Rückfreude, von Vor-Angst und Rück-Angst, im Sinne von Vergangenheit und Zukunft selbst beeinflussen. Doch nach welchen Kriterien? Ich entscheide, einfach das erstbeste Notizbuch, das da vor mir auf meinem Schreibtisch liegt aufzuschlagen und  – eigentlich wollte ich nur mit einem Satz starten und dann weiterblättern und Sätze aus anderen Notizbüchern anfügen und einen mehr oder weniger abstrakten Text entstehen lassen im Vertrauen darauf, dass sich der Sinn durch den Moment ergeben wird (die Gedanken- und Partikel- und Molekül- und Gefühls-Zusammensetzung, die ich in diesem Moment bin, dass diese Rückwirkung hat und Vorwirkung). Aber dann blieb ich einfach bei dieser zufällig aufgeschlagenen ersten Seite eines Notizbuches, einer Aufzeichnung von Ende April anscheinend, weil sie mir einfach genau (voraus) sagt, wo ich jetzt bin und was ab jetzt verstärkt Thema sein wird: Well:

horoskop

„…dann kann man auch die Brust heben, die Augen weit öffnen, ein kleines knallrotes Elephäntchen in sich tanzen lassen und – darüber amüsiert – lächeln. Angst lähmt Muskeln und Knochen, darum ist es eine gute Idee, wieder mit Musik & Bewegung in Fluß zu kommen. Es reden sowieso alle Menschen übereinander. Was will Angst? Wozu Angst? Was ist ihr tieferer Sinn also?“

Do try!

Autobahnen sind komische Wesen

Diary

Autobahnen sind komische Wesen

Autobahnen sind komische Wesen.

Ich versuche, nichts von dir zu wollen. Und nichts nicht von dir zu wollen.

Amalia Rodrigues singt Fado und hilft meinen Gefühlen beim Ankommen. Du kleines Fähnchen, du schwarz-weißes Fähnchen, Pflaster für dieses Notizbuch – du entzückst mich. Alles in mir möchte weinen. Doch Drama ist so gar nicht angesagt. Weinen darf sein, soll sein, muss sein. Aber als ein genußvoller Gefühlsverstärker. Als Erdung, als Ankommen für bestimmte Gefühle. Als: ihnen Raum geben. War ich glücklich, ohne es zu wissen, ohne es gebührend zu schätzen, ohne ihm gebührend Ausdruck zu verleihen? Nein, nein, das möchte ich mir nicht vorwerfen lassen. Aber das Abschiednehmen, das Loslassen, das Ankommen (wieder in Wien), das bedarf noch einer anderen Zuwendung.

Malen ohne Malen: Teil I: Zadar

Diary, die geheime Sprache der Farben, Foto, Gif, Hörspiel

Im Rückblick zeigt sich:

Zadar ist violett.

Das Licht in Zadar ist violett. Und dieses violette Licht macht….?

Mit dem Körper Formen malen und sich mittels des Farben tragenden Körpers in die Welt malen führt mich zu Malen ohne Malen Teil II und III.

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[Olivgrün und lavendel oder moosgrün & hellviolett: Die Schwingung der Selbstverliebtheit, die Wunderbares anzieht.]

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[Dick, fett, stolz, schön: der Jasminbaum:]

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[Meine Sympathie für flatternde Tücher. Ich weiß jetzt, was sie für mich sind. Die „Form“ des flatternden Tuchs führt zu Malen ohne Malen Teil IV.]

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[Das Zitronenteller.

Außer hier: Hier war Zadar gelb.]

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Und warum war ich überhaupt hier? Um Geräusche zu sammeln. Für Teil II eines Hörspiels. Das war Teil I. Die Anatomie des Radiophonen Wesens. Übrigens.
Letzten Herbstwinter ganz spontan mein erstes kleines Hörspiel gemacht, gemeinsam mit Milan M. Stojanovic, eingereicht, dann vergessen – dann erfahren, dass es von der Ö1-Jury unter die besten 15 gewählt wurde. Es hat am wenigsten Publikumsstimmen, dafür sind das wirklich fremde Menschen, da wir es verschnarcht haben, unsere Menschen dafür zu mobilisieren für unser Hörspiel zu wählen. 🙂 Ich finde das schön. So mag ich das.

Selfie

Diary, Foto
[August 2014]

Ich bin M dankbar für seine Fotos von mir – seinen Blick auf mich – letztlich natürlich erscheine ich – eine schöne erwachsene Frau, auf sehr unaufdringliche Art. auf selbstverständliche Art und Weise, quasi nebenher und nebenbei cool, auf einer Nebenlinie cool und schön. Im Vordergrund, in erster Linie steht immer die Kommunikation mit Worten, Blicken, mit dem ganzen Körper – die Kommunikation mit dem Gegenüber. Lustig, flirtend, ausweichend, skeptisch, amüsiert, nachdenklich, versunken, versteckend, offen. Ein Film.

Was passiert, wenn ich rot anziehe

Diary, Kaffeehausgedanken
[August 2014]

Ich habe mich tatsächlich an die Farbkombination gewagt, die ich gestern abend vor dem innern Auge gesehen habe: rotes Strickpullöverchen zu pinker Hose und roter Lippenstift dazu sogar, seitlicher Zopf – sehr russisch fühle ich mich. Eigentlich sollte ich heute gesehen werden. Nicht schwarz, sondern Farbe, Farbe, Farbe, Farbexplosion. Die Martha Jungwirth: Irre, was da ausgestellt wurde! Dass sie diesen Skizzenblättern Wichtigkeit, Wert beimisst. Die Kontobücher. Aber ich fand das sehr interessant und erfrischend. Diätisch quasi. So völlig unbehelligt von Zeitgeistströmungen in der Kunst. So völlig nur ihrer eigenen inneren Gestik folgend. Wirklich kühn und interessant. Ein Tag, wo ich gesehen werden will – ein Tag, wo ich trotzdem im Keller (im Atelier) sein werde? Sich in ein neues Leben hineincollagieren. Statt in viele kleine Projekte zu zersprageln – mehr Vertrauen in das große Ganze! In den roten Forschungsfaden, den roten Inneren-Ausdrucks-Faden, der da ist und der sichtbar werden wird. Forschung rückwärts quasi.