Kaffeevögelchen

Kaffeehausgedanken, Skizze

vogelchen-text

[Ich halte den Kaffee in meinen Händen wie ein kleines Vögelchen. Oder mein Glück? Das Glück des heutigen Tages? Irgendwann in der Nacht kam es angeflattert um nur so lange zu bleiben, wie es beliebt.]

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Köpfchen voller Gedanken

Gekritzel, Notiz, Skizze

Köpfchen voller Gedanken

Ein Kollege nannte es „poetische Forschung“. Ich finde, Kunst ist auf jeden Fall Forschung. Ich sage auch: kreisrundes Schreiben, bzw kreisrunde Forschung. Darin ist das versuchte Ganzheitliche enthalten und aber auch meine Abneigung gegenüber dem Linearen: Es stimmt einfach nicht, es ist zu kurz gegriffen.

Aber ich finde den Begriff poetische Forschung sehr gelungen. Ich bin für mehr Poesie in der Forschung. Besonders in Forschung, die sich mit Ästhetik, Therapie, Kunst beschäftigt. Hell, no, bei jeglicher Art von Forschung. Nicht: Mehr Wissenschaft in die Kunst. Sondern: mehr Kunst in die Wissenschaft. Eine eigene Sprache finden anhand und entlang des untersuchten Gegenstandes. Poesie ist eine Art der Verknappung, der Symbolisierung. In einem Symbol ist ungleich mehr gespeichert, als es auf so kleinem Raum in so knapper Zeit mit Worten ausgedrückt werden könnte.

Dazu auch ein Zitat von Marlene Dumas (aus meinem Vortrag: Bildgenese – in der Kunsttherapie und in der Kunst – eine Gegenüberstellung anlässlich der 4. Fachtagung des Österreichischen Fachverbandes der Kunst- und Gestaltungstherapeuten:

„I would like my paintings to be like poems. Poems are like sentences that have taken their clothes off. The meaning of a poem is what its beat and rhythm do. How the words move on the page. Poetry is writing that breathes and makes jumps and leaves spaces open, so we can read between the lines.“ [Marlene Dumas: Sorte. Ausstellungskatalog, 2012, Silvana Editorale, Milano.]

Nimm, was da ist

Skizze, Text

rosa heißt zensiert

Geheime Farbforschungen

Ergebnisse

Nach zwei qualvollen schmerzenden Tagen ist heute Petrol Zufriedenheit.

Tiefes tiefes Atmen.

Lust auf einen anderen Körper, der meinen Körper berührt. Macht. Macht? Lust auf roten Lippenstift. Oder nudefarbenen zu schwarzem Eyeliner. Lust auf Rache. Lust auf lächelndes süßes emotionales Quälen.

Manche [Frauen] in ihrer Blondheit. Manche in ihrer Braunheit. Nur ich, ich, bin die Goldfarbene.

(Gold ist Stärke, Größenwahn und das Gegenteil spießiger ängstlicher Bescheidenheit.)

Silber ist Geheimnis. Heimliche stille sanfte Liebe. Nach Hause kommen. Zu sich.

Mein Bruder:

Mein Bruder ist petrolgrau und hellgelb – transparentes, fast weißes hellgelb. Und leuchtendes Dunkelblau. Und ein Punkt Orange. Und ein Streifen leuchtendes Moosgrün.

(Kann man seinen Bruder heranschreiben? Kann man ihn in die eigene Umlaufbahn ziehen indem man seine Farben trägt?)

Grau ist: Ich gebe dir Raum und Möglichkeit. Ich gebe dir die Möglichkeit dich zurückzuziehen und ich gebe dir die Möglichkeit zu leuchten.

Mein mintgraugrüner riesiger Schal ist offensichtlich auch: Begehren, das nie bekommt. Er ist ein tragbares Museum der unübersetzten Gedanken, der ungesagten Worte, der ungetanen Taten (aus Feigheit, aus Faulheit). Nicht nur meine. Sondern alle. Aller.

Die grüne Haube

Diary, Skizze

grüne Mütze

Ich wäge meine Grüns ab: Emerlad, Smaragd, Mint, Olive & Petrol. Schon jetzt bin ich ruhiger, wo ich endlich diese Farbe, diese Schwingung tragen kann. Und ich frage mich: Geht es dabei um die Reflexion oder die Absorbtion? Wenn ich nun also grün reflektiere – welche Schwingung absorbiere ich dann? Wirkt also eine Farbe nach außen und nach innen?

Letzter Stand der Farbforschung (meiner): Manchmal kauft man Kleidung, die Projektionen eines zukünftigen Ichs sind. Man muss erst noch hineinwachsen. Mutig sein. Farbbedürfnisse (-obsessionen) sind momentan wirksame und notwendige Entwicklungsschritte, -hinweise und -hilfen der greifbaren Zukunft.