[Café J.]

Kaffeehausgedanken, Skizze

cafe j

Mich interessiert der Übergang von Schrift in Bild. Von Schrift in Skizze. Meine Schrift korrespondiert mit meiner Stimmung, meiner Gestimmtheit. Meine Gestimmtheit korrespondiert mit meiner Umgebung. Wenn ich voller Energie bin (meine Energie ist von der getriebenen, sich selbst schnell erschöpfenden Art) ist meine Schrift groß, raumfüllend, blattfüllend. Wenn ich mich schäme, wenn ich über etwas schreibe, das mir peinlich ist, wovor ich mich fürchte, kleine angstvolle, bittende Fragen, dann wird meine Schrift ganz klein, so klein, wie ich nur kann.

Heute ist meine Schrift vor allem häßlich, scheint mir, meine Finger von der Kälte noch klamm.

Bildgenese

Kaffeehausgedanken, Text

Die ersten Erinnerungen sind mit Scham verknüpft. Und mit Sehnsucht?

[Mich interessiert] die Überschneidung von Sehnsucht und Erinnerung, die die Überschneidung von Zukunft und Vergangenheit ist – und als ebendieser Hybrid Gegenwart gebären will.

Etwas Gegenwärtiges, das da heißt: Nähe, Begegnung, Erfahrung.

Geburt der Zwischenraumgöttin.