Tröstungen – Veruntröstungen

Text, Traum

Veruntröstungen:

“In their dreams, men engage in physical aggression against other men; women engage in verbal rejections and exclusions of other women.“
http://aeon.co/magazine/altered-states/was-freud-right-about-dreams-all-along/

Tröstungen:

„Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren“.  Rolf Boysen
http://oe1.orf.at/programm/372578

Menschen sollen mich jetzt finden.
Sanft auf mich zugehen.
Die Fische & die Vögel.

„Versöhnung: kann nach altindischer Deutung einen baldigen Erfolg versprechen, den Sie nach viel Mühe auch verdient haben. Andere Traumbücher warnen damit vor einem unversöhnlichen Feind.“
Großartig.
Wir alle sind so einsam.
Und unverstanden.
Regen. Regne auf mich.
Die Scham. Die Schuldgefühle.
Die Selbstbetrafung.

Wir, die hohen Häuser, die Sonnen – und Schattenstraßenseiten.
Alles ist so instabil. Was hilft gegen Instabilität? Ehrlichkeit.
Ehrlichkeit zu sich selbst und in zweiter Folge Ehrlichkeit zu anderen.

Schwäche. Kotzen wollen.
Wir hätten einander helfen können.
Es ist ein Schreiben, bei dem ich weinen will, ihr babyspeckigen, unbeschwerten Bastards.
Gibt es einen Menschengrund traurig zu sein?
Untersuchungen in Sprache.
Wohin glaube ich, dasss sie mich führt? Sie kann nicht Selbstzweck sein, die Sprache, nur Untersuchungswerkzeug, das Gewicht an mir, das mich tiefer sinken lässt, nein, auch das nicht, die Schwimmbewegungen. Mit Flossen, Taucheranzug und Brille an. Oxygen? Ich weiß nicht.

Hör auf. Ich muss mein Leben finden. Ich muss mein Leben wieder im Malen finden – zusammenfassen, trichtern, auf Papier trichtern – mein Leben, das ich in den Wind gegeben habe und der Luft und den Beziehungen und den Freunden und den Zwischenräumen.
Nichts von mir ist mehr übrig, nichts von mir ist mehr auf der Erde. Synchronisieren. Kreisrundes Schreiben. Das das Letzte, das sich wirklich anfühlte.

 

Kaffeehausminiaturen, Farbminiaturen

Kaffeehausgedanken

[4.3.13]

Meine Schrift ist mehr hier im Moment, schlaufiger, aufgerichteter, weniger nach rechts ziehend, weniger gehetzt heute?

Die Marmortische sind so kalt, ewig kalt, und die Hitze des Ofens ist auch ohne Liebe. Ausgerechnet das dumm-schöne Gesicht der Kellnerin spendet Liebe – ist ein Liebe-Mond (ein Liebemond), strahlt Liebe aus ohne Wärme.

Nein, niemand, der der Freundlichkeit fähig ist (der Freundlichkeit, die nicht muss und die nichts will) kann jemals dumm sein.

Sehr reiche Menschen sind das (sind wir manchmal), wenn sie der Freundlichkeit fähig sind.

Gestern sprachen die Karten nicht mehr zu mir – ohne Gefühl, ohne Richtung, ohne Auffangbecken und Wegweiser für meine Obsession war ich. Was macht die Obsession dann? Die arme kleine Obsession.

Gestern, als wir sangen im Park und auf dem Heimweg und ich nicht so laut singen und lachen konnte wie ich wollte, schmerzte mein Kiefer unglaublich. Das ist das Symptom gerade: Explodierende Lust zu lachen in mir, Glück, das einfach sein will, sich ausdrücken will, um seinetwillen, le bohnheur pour le bonheur – um trotzig, widerständig seine Existenzberechtigung einzufordern, seine Farben, seinen Tanz, sein Lachen. Und Angst davor oder Scham, nicht die adäquate Ausdrucksweise dafür zu haben, keine Kanäle, um es in der ihm adäquaten Form nach Außen zu bringen. Nie gelernt. Verlernt?

Große Scham und großer Widerstand, große Hemmung, wie beim Erlernen einer neuen Sprache, bevor man sie zum ersten Mal spricht. But dying to do so.

Der Mitteilungsdrang, der Entäußerungsdrang. Warum? Wozu? Maybe I should just shut up.

[28.2.2013]

Hässlicher blauer Kugelschreiber. Er fühlt sich hässlich an und er schreibt auch hässlich.

Doch, das Kafka war der richtige Ort um herzukommen – mit meiner Erschöpfungfreudebefreitheittraurigkeit.

Ich merke, wie ich Farben trinke. Wie sehr ich Farben trinke heute und wie glücklich es mich macht.

Der erste Schluck Wein kommt in meinem Körper an. Er kommt jetzt an und ich komme an – nein – ich bin noch immer zerteilt und zerpflückt in viele Moleküle, die ungefähr da herumschweben, wo ich sitze.

Immer wieder Pausen zwischen den Musikstücken – dann kommen sie, laut und wuchtig, holen mich ab und nehmen mich mit. Und das ist so wunderschön, dass ich laut lächeln muss. Mit laut meine ich, dass es durch meinen Körper explodiert. Überall aus mir herausdringt, ich zerfließe.

[8.2.13]

Bewusst und tief atmen – das bringt einen sofort in den Moment, an den Ort. Ich atme den Kaffee ein – die starke Schwärze – und ich atme besonders die Grüns ein. Die Grüns, alle Grüns des Café Jelinek. Die Grüns der Sitze und das zufällige Grün, das das Plakat hinter dem Milchglas (mit dem Blumenmuster) ergibt.

A Salute to Medieval Hippy Hildegard of Bingen

Text

Mein ganzes Leben lang hatte ich das Gefühl, übersetzen zu müssen. Das von den Menschen bevorzugte Medium schien das gesprochene Wort zu sein. Das, dem sie die meiste Wichtigkeit beimaßen. Das, welches entschied über Hierarchie und Überleben. Und das Medium, in dem ich mich am schwersten ausdrücken kann. Meine Kommunikationsversuche – permanentes Scheitern. Gesehen zu werden, Verstanden zu werden: höchstes Glück.

Meine Worte sind an Fleischfäden direkt mit meinem Inneren, mit meinen Eingeweiden verbunden. So fühlt es sich an, sie nach außen zu bringen: ein Ziehen im Inneren. Große Verleztlichkeit. Unerträgliches Gefühl der Hohlheit und des Selbsthasses, wenn ich mich zu Worten gezwungen sah, die nicht die meinen waren, wenn ich mich zum Sprechen genötigt sah, wo ich nicht bereit dazu war.

Manchmal – mit Freundmenschen – öffnet sich ein unerschöpflich zu sein scheinender Raum, aus dem wir nur pflücken müssen die Themen; an den wir anzapfen, sobald wir durch unser Zusammenkommen die Tür zu diesem öffnen.

Hildegard von Bingen sagt: „Jedes Geschöpf ist mit einem anderen verbunden, und jedes Wesen wird durch ein anderes gehalten.“

Und sie sagt: „Jedwede Kreatur hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung.“

Explodierende Zärtlichkeit – und kein Ausdruck dafür, kein Ausdruck der hinüberreicht zum anderen Menschen. Werde ich gegangen sein, und sie alle werden nicht gewusst haben, wie…wie sehr ich….wie sehr ich sie…und was ich fühlte für….

Permanentes Changieren zwischen Paranoia und innerer Ruhe. Platzangst und Ekel, Menschenekel und überströmender Liebe. Blicke und Aggression auslösend dabei ich.

Wieder einmal mit meiner Unfähigkeit mich zu übersetzen konfrontiert ich. Meiner Unfertigkeit als Mensch. Sorry, scheitern ist alles, was ich bieten kann. Aber ich bin nicht unglücklich darüber diesmal. Scheitern ist alles, was man bieten kann. Was irgendjemand bieten kann. Scheiternd und stammelnd taumeln wir aufeinander zu. Und das sind die Mutigen.

Ätherismus“ als Label, als Zuschreibung ist ziemlich einengend. Ich fragte mich schon vor einiger Zeit: Was wird aus der Fee, wenn sie älter wird? Eine Hexe? So ganz kann ich mich noch nicht damit anfreunden.

Das Mittelalter – so hassenswert und furchterregend und abstoßend es mir in vielerlei Hinsicht erscheint – es brachte: großartige Musik.

Es brachte: Hildegard von Bingen.

Es brachte: Die Mystik.

Ich verbinde mich mit dem Mittelalter, ich zapfe es an, ich speise von ihm.

Meine zwei Sehnsüchte: Nonne (oder Mönch vielmehr) zu sein versus italienische Mama. Zerrissen dazwischen: Ich.

Vielleicht bin ich mehr an der Zerrissenheit interessiert als am Angekommen sein? Vielleicht finde ich in ihr meine Schätze.

Herbst 2012: Auf der Suche nach neuen Häuten

Diary, Skizze, Text

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Oktober:

Mäuse – warum sind sie eigentlich mit Verlust assoziert? Sie sind doch so etwas süßes kleines Eifriges. So wie kleine, eifrige Ängste, die unseren Spannungspegel hochhalten und unser Leben aufregend.

22.10.12

Die Wichtigkeit muss man seiner Arbeit selber geben – wenn man das nicht tut, tut es niemand.

Aber noch viel wichtiger:

Wenn es mir wichtig ist, dann ist es wichtig. Das ist es, was jetzt wichtig ist. Und so kann nur eines zum anderen führen.

31.10.12

Ja, Datum ist wichtig. Wichtiger vielleicht als die Ortsangabe.

Wenn es eine Herzverdichtung in meinem Leben gibt, dann umfasst sie immer mehrere Menschen.

2.11.12

Aber das alles zerfließt natürlich. Oder findest du mich auch beim Weinen schön? Du willst zur Seele vordringen, die Seele sichtbar machen – aber du bist Künstlerin, natürlich interessiert dich das Visuelle.

Meine Seele also, die du hervorgezwungen hast in einen Bereich, in dem sie sich nackt und verletzlich fühlte. Aber wie ich schon sagte: Ich habe eigentlich kein Problem damit, peinlich zu sein oder unsicher.

9.11.12

Heute fühle ich mich so nackt – Aber ich wollte es so:

Kein Make-up, gar keines.

Die Haare zurückgebunden.

My bare face.

I find it intimidating. Das Wort in meinem Ohr.

Etwas oder jemanden intimidating zu finden, ist etwas Gutes. Ist ein Wegweiser gerade. Heißt: Aufregung, Überforderung, Peinlichkeit, Berührtheit.

11.11.12

Dieses Trennen zwischen Beruf und Privat. Ich kann es nicht. Meine Freunde können es nicht. Der Gedanke daran, eine „Berufspersona“ haben zu müssen – furchtbar. Anstrengend. Lächerlich.

Wie könnte ich mich anziehen um (jetzt wieder, aufs neue) zu mir zu passen?

Was ich an ihrer Wohnung liebe: Sie ist ganz und gar unpretentiös. Sie will nicht hip sein, nicht gestylt, nicht angeberisch, nicht schön. Und deswegen ist sie es – schön. Warm. Liebevoll. Die kleine großen Gesten.

12.11.12

Und auch immer wieder, dass Menschen vor der Intensität meiner Gefühle Angst zu haben scheinen. Dabei sind nicht nur sie es, die diese Gefühle exklusiv in mir auslösen – nein, alle und alles tun es – auch und besonders das Immaterielle, Freunde der Vergangenheit und zukünftige, die ich noch nicht kenne. Orte der Vergangenheit vermischt mit noch nicht eroberten Sehnsuchtsorten der Zukunft.

Warum kriegt, wer verzweifelt Warum fragt, nie eine Antwort?

15.11.12

Man wird hineingestülpt.

Alles wird benannt.

Diese „Allgemeinsprache“ fährt über das Individuum drüber. Es wird verlangt, sie zu sprechen, sich in diese Sprache einzupassen. Es ist langweilig. Es ist doch erst relevant, wenn ich eine gültige, unmittelbare Sprache gefunden habe. Es gibt keine Allgemeinheit; Allgemeinsprache ist immer auch Vergewaltigung.

Unmittelbare Sprache ändert sich, bleibt im Fluss. Muss jeden Moment neu gefunden werden.

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Eine Jännergeschichte

Diary, Kaffeehausgedanken, Skizze, Text

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[16.1.13]

Wieder ein russischer Tag.

Mindestens zwanzig Minuten durch die Schneemassen ins Kafka gekämpft.

Glücklich, nass, kalt, warm.

Verlangsamt, still, leise, verwundernd, allein auf meiner Glücksspur.

Alles ist so gedämpft, dass meine Ohren dröhnen.

Es ist lustig, auf Gedankengoldminen zu stoßen – und dort andere zu treffen, die von anderer Seite, durch einen anderen Eingang unvermutet auf dieselbe Gedankengoldmine gestoßen sind.

Alles aufs Spiel setzen, anstatt zu spielen

Ich soll das ausgleichen, nivellieren, auf ein Durchschnittsmaß bringen, wie alle anderen?

Warum soll ich?

Sollen doch alle anderen so sein wie alle anderen.

[17.1.13]

Déjà-vu

Völlig belanglose Situation – dieses kurz davor – aber vielleicht geht es nicht um diese Situation, sondern um einen ganz anderen Zustand des momentanen „Kurz Davor“. Vielleicht hat man Déjà-vus von unbedeutenden Situationen, Szenen, die in entscheidende Lebensphasen eingebettet sind.

[19.1.13]

Farbensehnsucht

Farben Farben Farben

Punkte und Streifen

sind meine Rettung

Ornament

Matisse – ich muss Matisse ansehen.

Matisse kann mich jetzt trösten wie Sufi-Musik.

[21.1.13]

Über Masken wollte ich heute schreiben.

Die Masken, die meine Figuren teilweise aufhaben – oder zweifarbige Häute.

Deshalb fand ich auch die zweifarbige asiatische Frau aus Yoga so schön. Wirklich schön. Die zweifarbige Frau, die gefleckte Frau, ich frage mich, ob ich ihr Gesicht wiederfinden kann im Malen.

(Warum setzen sich heute alle an Tische so nahe bei mir? Entweder ich bin unsichtbar oder ich bin heute sehr zugänglich.)

Ich habe mich so bemüht, eine Sprache zu finden, eloquent zu werden, dass ich mich jetzt frage, ob denn die Worte nicht größer geworden sind als die Bilder, als die Farben. Doch interessiert mich gerade das – die Überschneidungen, die Durchdringung von Schrift und Bild.

Es ist wunderschön und faszinierend, wie mir ein (altes, vor Jahren gemaltes) Bild gerade dann wieder vor die Augen kommt, wo ich erst seinen Sinn verstehe. Wo es von neuem mit Sinn gefüllt ist. Die Durchdringung von Digital und Real.

Sie (sie sie) ist den Menschen in ihrem Leben mit so viel Liebe und Achtsamkeit verbunden. Ich bin durch (fluchtmöglichkeitverschaffen wollende) Masken und Schleier von ihnen getrennt.

Können Worte dem Bild vorausgehen (sprich: Konzept. Sprich: Arbeitsanweisung)? Sie können es versuchen. Letztlich kann es nur eine ungefähre Richtungsvorgabe, eine Startvorgabe sein, anhand derer man tiefer geht oder woandershin. Offen sein muss für das, was kommen mag.

(Eine Gruppe kleiner Jungs kam rein – Schneeballschlacht noch in ihren Gesichtern, Lachen und Zigarette hinterm Ohr – ihre ganze tollpatschige, laute Jungsenergie haben sie da herein gequetscht ins Café.)

Die „Matissehaftigkeit“: Farbe, Ornament, Linien als Trost, als Seelenbalsam.

Chagall: Augendurstlöscher. Augenhungerstiller.

Vom Versuch, hier zu schreiben

Kaffeehausgedanken, Text

Warum nur – oh alle Höllen – wurde es so jung und hip? Ihr Arschlöcher! Wo sind die trübsinnigen alten Männer? All die Künstlichkeit, die kaugummikauende, silberbuntglitzernde, geschminkte, rauchende, gesichterschneidende Künstlichkeit – wer hält das aus?

Wie soll ich hier über sprachliche Untersuchungen schreiben, über Verletzlichkeit eben bei dem Versuch, sich unverletzlich zu machen?

Meine frisch gewaschenen Haare, meine ganze hellgelb-rosa Frische – aufgesaugt von Rauch und schwarzem Kaffee. Gut, die Schwärze des Kaffees und das Braun der Möbel, die ganze verschlissene Braunigkeit, der brennende Ofen ist ja gut, ist ja der ersehnte, dem Schreiben – der Schreibe – wegbereitende Raum.

(Sie erzählt mir meine Gedanken, mehr noch, meine Gefühle. Ich sehe sie gerne an, sie und ihn, ich sehe diese Menschen gerne an – und ihre Interaktionen. Ich kann nicht genug kriegen davon. Ich mag es, wie sie sanft und unsichtbar (so sehr, dass ich nie sicher sein kann, ob sie es wirklich tut) auf mich eingeht.)

(Nicht die Frage: „Was hast du heute für die Farbe getan?“ [Matisse], sondern: Was hast du heute für die Schwingung getan? Für die Harmonie? Für deine visuelle Umwelt/Umgebung?)

(Und so geht es durch die Augen ins Herz und aus dem Herzen durch die Augen.)

Der Sinn der Schreibe, der Sinn des Erlernens dieser Sprache ist, war: Unantastbarkeit, Unangreifbarkeit, Unverletztlichkeit – aber, so stellte sich heraus, beschreibe ich in meinem Text einen Prozess der stetigen Anreicherung, der stetigen Identitäts(neu)-Bildung durch Zerfallen und wieder Sammeln. Also Entblößung, Nacktheit und Wieder(neu)-Einkleidung, Entblößung und Maske.

Also: die Sichtbarmachung der Verletzlichkeit.

[Psychoanalyse]

Kaffeehausgedanken, Text

Die Deutung des (noch inneren) Bildes darf nicht wichtiger sein als das Bild. Sie darf nicht vor dem Bild, vor der Entstehung des Bildes passieren.

Denn dann ist der Antrieb verpufft das Bild zu malen, die Gestaltung zu gestalten, das Gedicht zu schreiben.

Und die Gestaltung sagt es doch viel schöner – in der ihr ureigenen Sprache – und ja, es gibt die richtigen Worte, die richtigen Worte und patscherte irgendwie Worte – die Gestaltung sagt es so, wie es gesagt werden soll – in der in diesem Augenblick bestmöglichen Form – und sie sagt es poetischer und macht sie (die Erkenntnis) für viele Menschen sichtbar – nein, erfahrbar.

Das ist das Wunderbare an Kunst – sie macht Erkenntnis für den Einzelnen erfahrbar – und zwar nur dann und nur soviel, wie er bereit ist zu erkennen, zuzulassen, in diesem Augenblick.

Gestaltung ist heilsamer als Analyse.

(Ich schließe meine Augen und fühle meinen Kopf von innen. Meine Augen – heiß und rot – gerötet; der kühle Raum zwischen meinen Schläfen.)