Horoskop rückwärts

Diary, Foto
waagen[Wien, Arsenal, Impulstanz]
Hm, da will ich mir selber ein Horoskop schreiben (inspiriert von dem Motiv, das ich gestern fand, dieses Bild), denn das ist letztlich die einzig valide Herangehensweise an Horoskope – es sich selber zu schreiben. Im Sinne von Schreibtherapie, im Sinne von Vorfreude und Rückfreude, von Vor-Angst und Rück-Angst, im Sinne von Vergangenheit und Zukunft selbst beeinflussen. Doch nach welchen Kriterien? Ich entscheide, einfach das erstbeste Notizbuch, das da vor mir auf meinem Schreibtisch liegt aufzuschlagen und  – eigentlich wollte ich nur mit einem Satz starten und dann weiterblättern und Sätze aus anderen Notizbüchern anfügen und einen mehr oder weniger abstrakten Text entstehen lassen im Vertrauen darauf, dass sich der Sinn durch den Moment ergeben wird (die Gedanken- und Partikel- und Molekül- und Gefühls-Zusammensetzung, die ich in diesem Moment bin, dass diese Rückwirkung hat und Vorwirkung). Aber dann blieb ich einfach bei dieser zufällig aufgeschlagenen ersten Seite eines Notizbuches, einer Aufzeichnung von Ende April anscheinend, weil sie mir einfach genau (voraus) sagt, wo ich jetzt bin und was ab jetzt verstärkt Thema sein wird: Well:

horoskop

„…dann kann man auch die Brust heben, die Augen weit öffnen, ein kleines knallrotes Elephäntchen in sich tanzen lassen und – darüber amüsiert – lächeln. Angst lähmt Muskeln und Knochen, darum ist es eine gute Idee, wieder mit Musik & Bewegung in Fluß zu kommen. Es reden sowieso alle Menschen übereinander. Was will Angst? Wozu Angst? Was ist ihr tieferer Sinn also?“

Do try!

Malen ohne Malen: Tanzen

Gif, Text

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[Beim Impulstanz 2015, pool]

[The Phone Call]¹

You are pink and dark.

You are the shade of dark pink.

Fuck you bitch.

I’m not trying to show off, I’m trying to share…I love you…love to share with you…

I feel uncomfortable. Like an uncomfortable cat.

Are you sobbing? No, you would never sob.

I love you, but I need my distance.

You are…

so…

fucking…

adorable                    …for the one that feels it the most.

You are so aggressive and so soft.

I’m in paradise. But it’s a very challenging paradise. I don’t always feel well. But I have no obligation to feel well all the time.

I feel happysad. You have to be happysad to be allowed into my paradise.

I like the way the wind moves your hair. I want to draw you. You have a beautiful body. Self harm as an art form.

You think you are better off alone?

I like your grown-up artsy style.

I love you…I just wanted to tell you that… My eyes are shining, you said… We all smile a lot.

I want to close my eyes…just give myself to this music… I trust this music as I trust you.

¹Das war der letzte Text, ein Anruf, bei dem nur wir reden und einer fiktiven – oder realen- Person sagen, was wir ihr immer schon sagen wollten, gespeist aus dem Geschreibe, das davor zu verschiedenen Musiken passiert ist – enstanden  im Impulstanz-Workshop How to write for, and talk on stage! von (der – wie ich jetzt weiß – großartigen) Anat Stainberg.