Wie die kleine Tulpe gestern

Kaffeehausgedanken

Ich halte mich selbst in den Armen. Wie die kleine Tulpe gestern. Sich selbst gehalten hat – ihr oranges Köpfchen – mit ihren Blätterarmen. Die abgeknickt ist. Die abknicken wollte. Eine Alleinvase wollte. Ich hätte sie fast, vielleicht weggeworfen.

Fast & vielleicht.

Ich lege mich in den Raum. Ich lege den Kopf schief. Lege ihn in meine Hand. Ich lege mich in das Blumenmuster der Glastür.

Ich sitze hier und ich bin heute (nach dieser anstrengenden Nacht, nach diesem anstrengenden Abend und nach diesem anstrengenden halben Tag) ausnahmsweise zärtlich zu mir. Ich habe Angst vor Zärtlichkeit nämlich. Ich habe Angst vor den Schleusen, die sie öffnen könnte.

Ein Frösteln. Ein existenzielles Frösteln.